Wer ich bin

Geboren und aufgewachsen bin ich 1987 an der deutsch-französischen Grenze in der Nähe von Saarbrücken. Als gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau arbeitet meine Mutter heute als Verwaltungsangestellte und ist gleichzeitig auch Personalratsvorsitzende. Nach langer Tätigkeit als Sozialversicherungsfachangestellter ging mein Vater 2021 in Rente. Mein jüngerer Bruder ist im Saarland geblieben und arbeitet heute als Erzieher und betätigt sich in seiner Freizeit als Musiker. Meine Familie ist mir sehr wichtig. Deshalb besuche ich sie oder sie mich, so oft es die Zeit zulässt.

Porträt von Annika Maus, im Hintergrund sieht man sehr verschwommen den Landtag in Düsseldorf.
Annika Maus vor dem Landtag

Mein Bildungsweg

Als Erste meiner Familie konnte ich das Abitur machen. Dank der sozialdemokratischen Idee des BaföG konnte ich ebenfalls als Erste eine Universität besuchen. Nach dem Abitur entschied ich mich aber zunächst für einen freiwilligen Wehrdienst bei der deutschen Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Mein Studium der Judaistik und Geschichte führte mich dann 2007 nach Düsseldorf. Wie so viele andere auch, habe ich hier eine neue Heimat gefunden.

 

Annika Maus steht mit dem Gesicht im Profil vor der Heinrich Heine Statue an der HHU in Düsseldorf.
Annika Maus an der HHU

Die Zeit an der Heinrich-Heine-Universität hat mich sehr geprägt und so stand mein Berufswunsch bald fest: Ich wollte bleiben, promovieren, eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen. Doch wie so oft im Leben, wurde ich bald von der Realität eingeholt: Befristete Teilzeitverträge, die kaum zum Leben reichten, keine Chance auf ein Stipendium trotz sehr gutem Abschluss. Dazu die hohen Mieten in Düsseldorf, die  mehr als die Hälfte meines Einkommens auffraßen und dann noch das Abtragen der Schulden aus dem Studium. Schweren Herzens verabschiedete ich mich deshalb aus der Wissenschaft und schlug einen ganz neuen Weg ein. Ich entschied mich für ein duales Studium bei der Stadtverwaltung – natürlich in Düsseldorf. Hier arbeite ich heute im Kommunalen Integrationszentrum und bin dort für Gremienarbeit, Digitalisierung, Controlling und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

 

Mein Weg in der Politik

Politisch interessiert war ich früh. Da ich aber nicht nur zuschauen sondern auch aktiv mitgestalten wollte, bin ich 2009 in die SPD eingetreten. Das konnte ich in den Anfangsjahren bei den Düsseldorfer Jusos, u.a. als Vorsitzende und dann im Vorstand der SPD Düsseldorf. Seit Februar 2021 bilde ich nun zusammen mit Oliver Schreiber unser Vorsitzenden-Duo und darf gemeinsam mit einem tollen Vorstandsteam und 2.800 Düsseldorfer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten anpacken – für eine soziale Politik.

 

Annika Maus im Gespräch mit einer Düsseldorferin
Annika Maus im Gespräch

Was ich sonst gerne mache

Ein Ehrenamt macht sehr viel Spaß. Ich liebe es, zuzuhören und so Neues zu erfahren und zu lernen. Man begegnet spannenden und sehr unterschiedlichen Menschen. Jeweils mit einer ganz eigenen Motivation und persönlichen Geschichte. Neben einem Vollzeitjob bleibt dabei allerdings nicht viel Raum für weitere Hobbies. Doch wenn es die Zeit erlaubt, nutze ich sie gerne, um Freunde zu treffen, zu reisen, Sport zu treiben, American Football zu schauen,  lecker zu essen und für Gesangsunterricht. Denn das alles tut gut, um auch mal abzuschalten.

 

Was mich motiviert

Meine Eltern haben meinen Bruder und mich immer nach ihren Kräften gefördert. Es war dennoch nicht immer einfach. Das Geld war trotz Arbeit immer knapp.

Aber ich konnte einen Weg gehen, der meinen Eltern noch verschlossen war. Sport im Verein und dass wir ein Instrument lernen konnten, war ihnen wichtig und haben sie für uns möglich gemacht – für viele Kinder und Jugendliche längst keine Selbstverständlichkeit. Aufstieg durch Bildung – das hat mir auch die SPD ermöglicht. Dennoch hätte ich mir an vielen Stellen mehr Unterstützung durch Staat und Politik gewünscht – mehr Förderung und Chancen unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, beim BaföG, bei einer bezahlbaren Wohnung und mehr Unterstützung beim Einschlagen neuer Wege, wenn der erste nicht zum gewünschten Ziel führt.

 

Genau das wünsche ich mir für alle, die heute in NRW aufwachsen und leben – egal woher sie kommen, wo sie wohnen, ob sie eine Behinderung haben oder wie dick der Geldbeutel ihrer Eltern ist. Jede und jeder verdient faire Startchancen mit guten Schulen und der Möglichkeit, sich beruflich auch noch einmal neu zu orientieren, denn: Das Leben darf keine Einbahnstraße sein!

Eine schöne Wohnung oder gar ein eigenes Haus, davon träumen alle. Dann muss das auch drin sein. Dazu gehört eine Miete die man sich leisten kann, mehr als ein Drittel des Einkommens sollte es nicht sein. Düsseldorf ist unser aller Heimat. Das soll so bleiben.

Dafür werde ich mich im Landtag einsetzen.